31. Juli 2026
Geduld – Die 9 Grundhaltungen der Achtsamkeit von Jon Kabat-Zinn
Wir setzen unsere Blog-Serie (siehe Einführungsartikel) fort und widmen uns heute einer für viele als herausfordernd empfundenen Haltung: der Geduld.
Warum der innere Antreiber uns blockiert
Geduld bedeutet psychologisch gesehen, anzuerkennen, dass Prozesse ihre eigene Zeit brauchen. Wir tendieren in der heutigen Zeit dazu, alles beschleunigen zu wollen – sei es bei der Genesung, der Erziehung oder in der Zusammenarbeit mit anderen. Dieser ständige Widerstand gegen das aktuelle Tempo und der Drang, sofortige Ergebnisse sehen zu wollen, erzeugen chronischen Stress. Echte Geduld heisst nicht passives Warten, sondern anerkennen, dass Dinge ihre Zeit brauchen. Die Natur lehrt uns das täglich. Ein Apfel benötigt seine Zeit, bis er erntereif und geniessbar ist.
Wenn dich dieser Widerstand gegen das aktuelle Tempo blockiert und du solche inneren Antreiber fundiert auflösen möchtest, begleite ich dich in meiner 1:1-Beratung.
Selbstbeobachtung: Wo dich Ungeduld Energie kostet
Beobachte im Alltag, in welchen Momenten du ungeduldig bist:
- Bei dir selbst: Verurteilst du dich, wenn du eine neue Gewohnheit nicht sofort umsetzt oder emotionale Trigger nicht gleich im Griff hast? Übe dich darin, den Prozess zu akzeptieren und dir selbst den Raum für Entwicklung zuzugestehen.
- Im Umgang mit anderen: Wirst du unruhig, wenn Teammitglieder oder Menschen in deinem Umfeld nicht in deinem Tempo agieren? Beobachte den Impuls, sofort einzugreifen und die Kontrolle zu übernehmen. Was passiert, wenn du diesen Impuls nur wahrnimmst, statt direkt zu handeln?
- In Wartesituationen: Wie reagierst du auf Staus, Schlangen oder Verzögerungen? Bemerkst du die körperliche Anspannung (Kampf-oder-Flucht-Modus) bei Dingen, die ausserhalb deines Einflussbereichs liegen?
Um einen gesunden Umgang mit (digitalem) Stress, hohen Erwartungen und Leistungsdruck im beruflichen Kontext zu entwickeln, biete ich für Mitarbeitende und Führungskräfte massgeschneiderte Workshops an.