Blog und Medienbeiträge

30. April 2022

Welche News konsumierst du und wie wirkt sich das auf dein Wohlbefinden aus?

Negative Schlagzeilen begleiten uns jeden Tag. Sie haben Einfluss auf unsere Stimmung und können sehr belastend sein. Umso wichtiger ist ein bewusster Konsum von Informationen.

Sich gesund zu ernähren ist heute eine Selbstverständlichkeit, die gesunde Informationskonsumation ist jedoch noch nicht in unseren Gewohnheiten verankert. Welche einfachen Basics du hierzu beachten solltest, erfährst du in diesem Blog.

Negative Schlagzeilen

Wir möchten über das Weltgeschehen informiert sein. Da gehören auch negative Schlagzeilen zum Tagesgeschehen dazu. In Spitzenzeiten von Covid-19 erfuhren wir jeden Tag wie viele Menschen in unserer nächsten Umgebung starben oder auf der Intensivstation um ihr Leben kämpften. Aktuell erschüttern uns Zahlen von Toten und Flüchtlingen des Kriegs in der Ukraine. Um negative Nachrichten kommen wir nicht herum. Das wirkt sich auf die Stimmung aus und kann zu Sorgen und Ängsten führen. Umso wichtiger ist es, sich zu schützen.

Informationen erhalten wir schon lange nicht mehr nur aus der Zeitung oder den Radio- und Fernsehnachrichten. Oftmals werden diese online im Liveticker verfolgt oder in den sozialen Medien konsumiert. Gerade auf Social Media vermischen sich Informationsbeschaffung und Unterhaltung. Negative Schlagzeilen wechseln sich hier abrupt mit süssen Katzenvideos und dem Austausch mit Freunden ab. Ihre ungewollte negative Auswirkung entfalten sie meist unbewusst.

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Genetische Prägung

Es werden allgemein viel mehr negative Informationen kommuniziert als positive. Zusätzlich greift der «Negativity Bias». Diese genetische Prägung ist evolutionär bedingt und bedeutet, dass wir besonders in unsicheren Zeiten negative Informationen besser wahrnehmen. Mehr dazu findest du in diesem Blogartikel. Einige Medien benutzen dies, um unsere Aufmerksamkeit zu erhaschen und setzen besonders reisserische Titel, die aber nicht viel mit dem Inhalt es Artikels oder der Realität zu tun haben. Gefährlich wird es dann, wenn wir das Gefühl haben alles um uns herum sei negativ und nichts positives mehr erkennen können. Dem können wir etwas entgegensetzen.

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Was du dir Gutes tun kannst

Wie bei gesunder Ernährung gilt es für eine gesunde Informationskonsumation ein paar einfache Grundsätze zu beachten:

  • Entscheide dich bewusst, ob du in diesem Augenblick Nachrichten konsumieren möchtest, und überlege dir, ob du auch für allfällige erschütternde Ereignisse bereit bist.
  • Sei massvoll. Lege vorgängig fest, wie viel Zeit du mit der Informationskonsumation verbringen möchtest und bemerke, wenn es reicht. Dazu kann es hilfreich sein, bestimmte Zeiten festzulegen.
  • Die Quellen sollten möglichst abwechslungsreich sein. Nur Social Media birgt die Gefahr der Filterblase.
  • Sich Zeit lassen. Selektiere die einzelnen Informationen und verarbeite sie bereits während dem Lesen. Das führt zur leichteren Verdauung.
  • Nur die Headline lesen reicht nicht. Sie sind wie ungesunde Snacks die nur Zucker enthalten. Um gehaltvollere Kost zu erhalten ist es nötig, den ganzen Artikel zu lesen. Gerade im Zeitalter von Fakenews sollte auch geprüft werden, ob die Information aus einer seriösen Quelle stammt.

Welcher Typ bist du?

Wir sind alle unterschiedlich. Auch in der Art der Nachrichtenverarbeitung gibt es verschiedene Typen. Finde heraus, welcher Informationskonstumationstyp du bist. Verträgst du einmal am Tag eine grosse Portion oder sind mehrere kleinere Happen leichter zu verdauen? Was für Allergien oder Unverträglichkeiten hast du, sprich welche Kanäle tun dir nicht gut, weil du danach verärgert bist oder dich leer fühlst? Dazu kann die Übung in diesem Blogbeitrag hilfreich sein.

Natürlich ist es wichtig, über das Weltgeschehen informiert zu sein. Es geht wie immer darum, einen massvollen, ausgewogenen Umgang zu finden, der individuell für dich stimmt. Um einen Ausgleich zu den negativen Informationen zu schaffen und wieder das Positive zu erkennen, ist es wichtig freudigen Aktivitäten nachzugehen, wie z.B. einem Waldspaziergang, herzhaft mit Freunden lachen, Musikhören, Sport machen.

Bilder: unsplash, Ludovica Dri und Eiliv-Sonas Aceron